Fernsteuerbare Fokussierung mit dem Motorfokus für die Kameras der ImageIR®-Serie

Wozu Motorfokus?

Bei Digitalkameras und einigen Mobiltelefonen ist eine motorische Scharfeinstellung des Bildes seit langem ein Standard-Feature. Warum nicht auch bei allen Wärmebildkameras? Sollte diese Funktion nicht automatisch im Lieferumfang enthalten sein?

Es gibt gerade bei stationären, gekühlten Kameras wie der ImageIR® Messsituationen, bei denen die Kamera immer mit einem festen Arbeitsabstand eingerichtet ist – der Fokus wird nie geändert, somit muss er auch nicht motorisiert sein. Im Sinne einer flexiblen Kameranutzung ist ein Motorfokus jedoch ein wichtiges Ausstattungsdetail, welches effizientes Arbeiten und die Aufnahme bestmöglicher Messdaten unterstützt. Die ImageIR®-Kameraserie bietet damit ein weiteres Feature, das nur bei InfraTec so umfassend umgesetzt wurde.

InfraTec ImageIR ® Motorfocus function

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Ansteuerung über IRBIS® online

Innerhalb der IRBIS®-Nutzeroberfläche ist durch die integrierte IRBIS®-Online-Funktionalität eine sehr vielseitige Kamerafernsteuerung enthalten, über welche auch alle ImageIR®-Motorfokusvarianten gesteuert werden.

Verschiedene Optionen stehen dabei zur Verfügung:

  • Fokus vor / Fokus zurück
  • Feinfokus vor / Feinfokus zurück
  • Geschwindigkeitsregelung Standard-Fokussierung
  • Geschwindigkeitsregelung Fein-Fokussierung
  • Autofokus über die gesamte Bildszene
  • Autofokus über Messfeld (ROI)
  • Absoluter Fokus über direkte Entfernungseingabe
  • Fokus über gespeicherte Presets

Über diese einzigartige Vielfalt der Fokussieroptionen kann der Nutzer frei nach Aufgabestellung entscheiden, wie er die motorische Scharfeinstellung der ImageIR® optimal nutzt. Beispiele:

  • Im Nahbereich kann eine besonders feine Fokussiereinstellung bei vergleichsweise geringer Tiefenschärfe von Makro- oder Mikroskopie-Aufnahmen helfen, den exakten Fokus zu finden.
  • Bei einer bewegten Szene oder z. B. dem Thermografieren komplex geformter Bauteile kann die Fokussiergeschwindigkeit im Sinne einer zügigen Messabfolge wichtig sein.
  • Weist eine Szene einen extrem geringen thermischen Kontrast auf, so dass die implementierten Autofokus-Algorithmen nicht zuverlässig genug greifen, kann man durch die Eingabe der Absolutwerte einen vorab gemessenen Fokusabstand direkt herstellen.

Je nach Objektivtyp und Messszene stehen verschiedene Motorfokus-Modulvarianten zur Verfügung. Sie ermöglicht die präzise, fernsteuerbare und schnelle Fokussierung.

Die Vorteile im Überblick

  • Vollständige Fernsteuerung der Fokussierung auch über große Entfernungen hinweg
  • Linear-Fokussierung (keine Taumelbewegung)
  • Präzise und schnelle Autofokus-Funktion
  • Absolut-Fokussierung durch direkte Eingabe der Entfernung
  • Speicherung mehrerer Fokuspositionen durch den Nutzer möglich
  • Vibrationsfreie und komfortable Scharfeinstellung bei Mikroskop-Aufnahmen
  • Gekapselte, kamerainterne Fokusmechanik, nutzbar für alle Standardobjektive

Kamerainterne Motorfokusfunktion

Diese vielseitige Variante gestattet die Verwendung von Weitwinkel-, Standard- und kleineren Tele-Objektiven. Objektivwechsel sind dabei möglich, da hier bei der Scharfeinstellung das Objektiv über die Optikschnittstelle linear zum Objekt bewegt wird.

InfraTec Glossar Motorfokus | Bildnachweis: © TU Dortmund

Motorisches Mikroskopstativ

Für die mikrometergenaue Fokussierung der Mikroskopobjektive für die ImageIR® ist diese Fokusvariante fast unverzichtbar. Genauer und mechanisch unkomplizierter ist die Verwendung eines hochpräzisen Längstriebes mit Mikroschrittmotor. Mit einer Schrittweite von bis zu 0,5 µm kann hier die Kamera nach oben oder unten bewegt werden, auch das 8,0×-Mikroskopobjektiv oder eine SIL-Linse sind auf diese Weise sehr exakt fokussierbar. Unterstützt wird diese Konstruktion durch den äußerst stabilen Profilaufbau, der Schwingungen auf ein Minimum reduziert

InfraTec Glossar Motorfokus

Externe Motorfokuseinheit

Diese Variante ist für die besonders schweren Objektive mit 200 mm Brennweite bzw. die großformatigen SXGA-Optiken unserer ImageIR®-Spitzenmodelle mit HD-Auflösung ausgelegt. Hierbei werden die Objektive auf einem stabilen Unterzug fixiert, während die Kamera mit einem Mikrometerschlitten exakt verfahren wird. Die Sonderkonstruktion mit integriertem Dichtelement an der optischen Schnittstelle sorgt für eine vollständige Vermeidung von Störstrahlung und bietet optimalen Staub- und Spritzschutz. Gerade bei den höheren Objektivbrennweiten ist somit auch bei einem Wechsel zwischen Nahbereich und großen Entfernungen eine exakte, ferngesteuerte Fokussierung gewährleistet.

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